Gewalt im Jobcenter

Kriminalität: 45 Jahre alter Mann verletzt vier Mitarbeiter

 
Benutzer
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Herkunft: im 7. Himmel
Beiträge: 702
Dabei seit: 03 / 2006
Betreff:

Gewalt im Jobcenter

 ·  Gepostet: 01.06.2007 - 08:10 Uhr  ·  #1
Bei solchen Meldungen bin ich sprachlos!

Zitat
Gewalt im Jobcenter
Kriminalität: 45 Jahre alter Mann verletzt vier Mitarbeiter mit Knüppel – Wenig später gefasst – Nicht verallgemeinerbar

HEPPENHEIM. Ein 45 Jahre alter Mann aus Einhausen hat am Mittwoch im Jobcenter in Heppenheim insgesamt vier Mitarbeiter ohne Vorwarnung mit einem Holzknüppel geschlagen und dabei so schwer verletzt, dass sie in das Kreiskrankenhaus gebracht werden mussten. Er ließ laut Polizeibericht erst von seinen Opfern ab, als eine weitere Mitarbeiterin offenbar in Notwehr ein Spray einsetzte. Alle Opfer standen unter Schock.

Der Täter stellte sich kurze Zeit später. Er hatte über Notruf 110 die Polizei verständigt und ließ sich widerstandslos festnehmen. Durch das Spray war auch der Täter so schwer verletzt, dass er nach Feststellung der Personalien ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Mann äußerte sich nicht zu seinen Motiven. In den Jobcentern betreut der Bergsträßer Eigenbetrieb „Neue Wege“ Langzeitarbeitslose.

Wie die Pressestelle der Kreisverwaltung bestätigte, kommt es gelegentlich zu Drohgebärden und tätlichen Übergriffen, wenn sich Hartz-IV-Empfänger von den sogenannten Fallmanagern schlecht behandelt fühlen. Der Leiter des Eigenbetriebs, Rainer Burelbach, war entsetzt über die Gewalttätigkeit. Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass ein Kunde des Eigenbetriebs ausgerastet sei. Derart brutal eskaliert sei ein Streit allerdings noch nie.

Mittlerweile ist ein privater Sicherheitsdienst in den Räumen des Heppenheimer Jobcenters im Einsatz.

Burelbach sagte, bei einem kleinen Teil der Hilfeempfänger sei eine Verrohung der Sitten festzustellen. Dies dürfe allerdings nicht verallgemeinert werden. Keineswegs dürften Kunden des Eigenbetriebs generell in Misskredit gebracht werden. Umso wichtiger ist es nach Ansicht von Burlebach, Vorkommnisse wie am Mittwoch richtig einzuordnen. Nur so könne verhindert werden, dass Vorurteile gegen Langzeitarbeitslose und deren Familien geschürt werden.

(Quelle: http://echo-online.de/suedhess…?id=474137)

Wir wünschen den Betroffenen Mitarbeitern eine rasche und gute Besserung. Das sage ich nicht der Form oder Höflichkeit wegen, sondern weil ich es so meine.

Was soll das eigentlich bringen? Mir ist auch schon öfters der Kragen geplatzt, aber so etwas? Niemals.

Zitat
Burelbach sagte, bei einem kleinen Teil der Hilfeempfänger sei eine Verrohung der Sitten festzustellen. Dies dürfe allerdings nicht verallgemeinert werden.

Das ist richtig. Aber eine Verrohung der Sitten kann man auch außerhalb von HartzIV feststellen. Wie so oft ist hier Alkohol im Spiel. Ob es etzt bei dem betreffenden Bericht auch am Alkohol lag steht nicht drin. Ich denke man hätte es sonst erwähnt. Viele entschuldigen ihre Entgleisungen mit dem Alkohol. In meinen Augen wäre das sogar erschwerend. Wer des öfteren zu tief ins Glas schaut kennt seine Verhaltensweisen unter Alk. Bei denjenigen, bei denen sowas selten bis garnicht vorkommt sieht die Sache aber anders aus.

Ein Kater am Morgen wird gerne lachend in Kauf genommen. Auch Alpi hat gerne darüber gelacht. Aber wie sieht es eigentlich für die betroffenen aus? Wie ist es für den Partner oder die Kinder? solange man funktioniert sagt keiner etwas. Wer abends säuft und es am nächsten Tag trotzdem zur Arbeit schafft wird akzeptiert. Zumindest solange wie er funktioniert. Klappt das nicht mehr, so hat das jeder von Anfang an gewusst. Auch meine Ehe ist daran gescheitert. Irgendwann konnte ich das andauernde Betrunkensein meiner Frau nicht mehr ertragen und habe die Kosequenzen gezogen. Wer auch unter einem Partner leidet der abhängig ist und an Trennung denkt, dem kann ich folgenden Rat geben. Schaut mal unter §1565 Abs. 2 BGB nach. Eine Ehe kann auch früher als nach einem JAhr geschieden werden. (http://www.ra-kotz.de/ehescheidungsvoraussetzungen.htm).

Das man die Verrohung der Sitten nicht auf HIV verallgemeinern kann entspricht meiner eigenen Erfahrung. So kenne ich den Fall einer Familie, da ist der Mann zwar beruflich höchst erfolgreich (Vorstand) aber er trinkt halt dauernd. Die Frau ist depressiv und die Tochter deswegen in psych. Behandlung. Ich kenne viele Fälle in der Richtung. Man muss einfach die Augen aufmachen und auch hinsehen wollen. Durch das eigene Schweigen wird es bestimmt auch nicht besser. Ihr habt ja auch mitbekommen wie ich und Alpi aneinander geraten sind, weil ich nicht mitlachen wollte als jemand wieder von einem versoffenen Wochenende erzählt hatte. Pfui!

Aber was ist eigentlich noch Verrohung? trifft das auch auf den Korruptionsfall bei Siemens zu? Was ist mit dem VW-Skandal? Ist der totale Überwachungswahn auch ein Verfall der Sitten? die obrigkeit geht nicht unbedingt mit gutem Beispiel voran. Aber wer sind eigentlich die Guten?
Die Welt ist nicht schwarz/weiß. die kath. Kirche ist ja so oft an allem Schuld. Aber gibt es die Kirche eigentlich, oder steht und fällt sie mit den Menschen vor Ort?

Es gibt viel zu tun in diesem Land. Die Fallmanager in den Jobcentern setzen nur Richtlinien um und sind nicht für die Probleme verantwortlich. Sie machen ihre Arbeit. Die Willkür ist politisch gewollt und die Vorgaben bewusst Unklar gehalten. Es tut mir wirklich leid was da passiert ist.
Benutzer
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Herkunft: im 7. Himmel
Beiträge: 702
Dabei seit: 03 / 2006
Betreff:

Re: Gewalt im Jobcenter

 ·  Gepostet: 04.06.2007 - 10:26 Uhr  ·  #2
Zitat
Burelbach sagte, bei einem kleinen Teil der Hilfeempfänger sei eine Verrohung der Sitten festzustellen. Dies dürfe allerdings nicht verallgemeinert werden


Das kann schon sein. auch hier würde ich das ganze nicht verallgemeinern:

Zitat
ROTLICHT-SKANDAL
Politiker bestellten sich Prostituierte ins Rathaus

Brisante Erkenntnisse des sächsischen Verfassungsschutzes: Im Leipziger Rathaus sollen tschechische Prostituierte regelmäßig ihrer Arbeit nachgegangen sein. Belastet werden auch zwei bundesweit bekannte Politiker.

Hamburg - Nach Informationen des SPIEGEL erklärt eine Quelle des Landesverfassungsschutzes, dass bis zu neun Prostituierte über spezielle Zuhälter angeheuert und diskret ins Gebäude gebracht wurden. Belastet werden auch zwei bundesweit bekannte Politiker, denen unterstellt wird, sie hätten sich mehrfach in Leipziger Diensträumen mit den Damen getroffen.

DDP

Leipziger Rathaus: Damenbesuch in den Diensträumen

Die Aussagen sind Teil des Skandals um Korruption und Rotlichtverbindungen von sächsischen Amtsträgern. Die Affäre war durch die Beobachtungen des Geheimdienstes ausgelöst worden. Demnach gibt es in Sachsen ein ganzes Netz aus korrupten Politikern, Justizbeamten und Unternehmern, das professionell zusammenarbeitet. Die Beschuldigten sollen auch in Fälle von Prostitution und Kinderpornografie verwickelt sein. An diesem Dienstag tritt der sächsische Landtag wegen der Affäre zu einer Sondersitzung zusammen.

Nach den Erkenntnissen des Geheimdienstes sollen drei unabhängige Quellen mehrere Staatsanwälte, Richter und hochrangige Polizeibeamte belastet haben. Weiterhin gibt es Hinweise, dass Teile der Leipziger Stadtverwaltung der Halbwelt bei ihren Geschäften weit entgegengekommen sein könnten.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - 02. Juni 2007, 12:03
URL: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,486252,00.html

Ganz schön rohe Sitten :oops: :mrgreen:
 
Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.