ppa - Wegvermittelt und aus dem Weg geräumt?

 
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ppa - Wegvermittelt und aus dem Weg geräumt?

 ·  Gepostet: 27.03.2006 - 11:28 Uhr  ·  #1
ppa - Wegvermittelt und aus dem Weg geräumt?

Heute Morgen war ich doch sehr erstaunt, als mir eine Dozentin eine Adresse nannte, bei der ich heute noch um 14 Uhr ein Vorstellungsgespräch hätte.

Ich wusste, dass ich die Stelle mal in die Datenbank eingetragen hatte, aber irgendwas hatte mich damals gestört und es diente ja auch nur der "Feststellung der beruflichen Neigungen", wie es von Herrn Meier so schön hieß, anfangen wollte ich dort nie.

Um es eventuellen Außenstehenden zu vereinfachen, hier das Konzept der ppa:
Die Teilnehmer suchen passende offene Stellen aus Jobbörsen und tragen diese in eine spezielle Datenbank der ppa ein. Irgendwann sollen dann die Mitarbeiter der ppa diese Stellen abtelefonieren und Praktikumsstellen aushandeln. Dabei ist der wichtige Faktor, dass es sich um wirklich offene Vollzeitstellen handelt, also weder Teilzeit noch geringfügig oder von Zeitarbeitsfirmen. Die Firmen verpflichten sich gegenüber der ppa, die Teilnehmer nach 3 Monaten fest zu übernehmen, sollten diese sich nichts zu Schulden kommen lassen. Alle, die ein Praktikum bekommen, sollten also anschließend einen Beruf haben, den sie mögen, wenn sie es nicht selbst vermurksen.
Um die "beruflichen Neigungen" der Teilnehmer herausfinden zu können, sollen diese die ersten Wochen Stellen aus dem gesamten Bundesgebiet ohne Beachtung der Arbeitszeiten oder sonstigem eintragen, wenn nur die Stellenbeschreibung auf sie passen würde. Diese Stellen kommen natürlich nicht für ein Praktikum in Betracht.
Soviel zur Theorie...


Ich schaute also in die Bewerberdatenbank und - nanu - keine Stelle vorhanden bei der Firma. Ich fragte die Mitarbeiter, aber keiner konnte es sich erklären, wieso der Eintrag nicht mehr vorhanden war.

Google sei Dank habe ich die Stelle dann bei Opusforum wiedergefunden.
Und was steht dort: "Die Stelle ist geringfügig, 400 Euro bei 45 Stunden monatlich", was
den enormen Stundensatz von ca. 8 Euro bedeutet, und das für einen Webadministrator, der sich auch mit Datenbanken und Grafikbearbeitung auskennen muss.

Ich druckte die Seite aus und übergab sie der Dozentin, woraufhin sie dort noch einmal anrufen wolle. Doch - oh Wunder - sie kam zurück und meinte, ich solle mich trotzdem dort melden. Die Frau habe ihr gesagt, wenn ich gut sei, könne ich ja Vollzeit übernommen werden.

Ich fragte mich, was ich 8 Stunden pro Tag dort anfangen soll, wenn es nur darum geht, die Website einer einzelnen Person zu aktualisieren und alle paar Wochen ein paar neue Bilder einzustellen. Deshalb gerade suchte sie ja offensichtlich auch Jemand, der das Ganze für 400 Euro übernimmt.

Herr Meier sagte ausdrücklich, dass wir nur an Vollzeitstellen, die unseren Wünschen entsprechen, vermittelt würden. Und nun soll ich als Praktikant auf einer geringfügigen Stelle arbeiten?! Damit würde ja das gesamte Konzept ad absurdum getrieben.

Die Frau wird sich gefreut haben, als ihr am Telefon gesagt wurde, dass sich Jemand sogar kostenlos um ihre Website kümmert, und das ganze drei Monate lang (Wie sie mir später im Gespräch mitteilte, habe sie schon diverse Praktikanten gehabt, aber eingestellt hatte sie wohl keinen, wieso auch, wenn sie ständig neue kostenlose Arbeitskräfte bekommt).

Ich rief meinen Fallmanager an und teilte ihm die Sache mit. Er war ebenso erstaunt wie ich, meinte aber, ich solle wenigstens dorthin fahren, um die Geschichte zu klären.

Gesagt, getan… nach knapp zwei Stunden war ich dort – wovon ich eine halbe Stunde allein dafür brauchte, die kleine Nebenstraße zu finden.

Die Frau empfing mich und ich ging gleich in medias res, sprich teilte ihr mit, dass hier offensichtlich ein Mißverständnis vorliege. Sie meinte erstaunt, ob ich also nicht für sie arbeiten wolle. Ich versuchte, ihr das Konzept der ppa zu erläutern, aber sie schien nicht besonders willens, das zu verstehen. Sie meinte nur, ich sei verpflichtet, jedes Praktikum anzunehmen, da ich sonst kein Geld mehr bekomme von der Arbeitsagentur.

Ich setzte ein paarmal neu an und versuchte, ihr klarzumachen, dass das Praktikum keineswegs vom Jobcenter – dass es sowas gibt, wusste sie noch gar nicht – ausgewählt worden sei, sondern von einer privaten Vermittlungsfirma, die ein bestimmtes Konzept habe, welches uns zugesichert worden war – siehe oben.
Als sie immer noch darauf herumritt, ich müsse jedes Praktikum annehmen, rief ich erneut den Fallmanager an und teilte ihm mit, was ich gerade erlebe. Er wies mich an, ein Statement über alles zu verfassen und nach Hause zu fahren. Den nächsten Tag solle ich wieder in die Maßnahme fahren. Anschließend redete er noch mit der Dame.

Für mich war die Sache damit eigentlich erledigt, aber die Dame fing an, mir vorzuwerfen, ich würde ihre Zeit verschwenden und sie habe schon einige Tage Emailkontakt mit der ppa bzw. einem gewissen Herrn Ebert. Da klingelte es bei mir.
Laut ihrer Aussage habe er mich auch gefragt, ob ich die Stelle annehmen wolle und ob es für mich ein Problem sei, von Montags bis Samstags von 13 bis 19 Uhr zu arbeiten. Ich hätte daraufhin zugesagt, dass dies alles kein Thema sei. Komisch nur, dass ich niemals gefragt worden war, was ich der Dame auch mitteilte.

Daraufhin griff sie zum Hörer und rief Herr Ebert an – nebenbei bemerkt ein ehemaliger Teilnehmer aus meiner Gruppe, der mit einemmal nicht mehr in der Maßnahme erschien und sich eine Woche später als Personalvermittler, tätig für "New Job Generation" vorstellte. Offensichtlich arbeitete er stattdessen aber als "Dozent" für die ppa, nur an einem anderen Standort. Ich vermute, er wurde angewiesen, mich unter allen Umständen in irgendein Praktikum zu vermitteln, damit ich weg bin und keinen Ärger mehr machen kann.

Die Dame begann das Gespräch mit Herr Ebert zu meinem großen Erstaunen mit der Behauptung, ich wolle kein Praktikum bei ihr machen, sondern sofort Geld für meine Arbeit haben. Dies hatte ich mit keinem Wort gesagt. Sie teilte Herr Ebert auch noch einmal ausdrücklich mit, dass sie kein Interesse daran habe, Jemand als Vollzeitkraft einzustellen, sondern nur eine geringfügige Stelle anbiete.
Herr Ebert tat völlig verständnislos und bat darum, mich sprechen zu dürfen.
Mir gegenüber benahm er sich am Telefon sofort als Oberlehrer, wie ich denn dazu käme, solche Forderungen zu stellen. Ich war mittlerweile schon ziemlich in Rage und teilte ihm mit, dass dies ja wohl alles nicht sein Ernst sein könne, ob er sich nicht an das Konzept und die Versprechungen Herrn Meiers erinnere. Was mir dies denn nach den drei Monaten bringen solle, fragte ich ihn. Ich zitierte sogar noch einmal das Konzept, damit es auch die Frau noch einmal hörte.

Herr Ebert zeigte sich sehr pikiert und meinte, was denn mein schlechtes Benehmen solle, ich hätte wohl in der Schulung nicht aufgepasst. Ich entgegnete, dass ich als erwachsener Mensch zu einem ebenso erwachsenen Menschen spreche und ob denn irgendetwas von dem, was ich soeben erklärte, nicht der Wahrheit entspreche.
Herr Ebert fing an, von Changen zu reden, immerhin habe die Dame sich bereit erklärt, in ihrem beruflichen Umfeld Ausschau zu halten, ob Jemand hauptberuflich einen Webmaster suche. Ich sagte, dass ich dieses Angebot auch sehr zu schätzen wisse, dass dies aber eben nichts mit der ppa selbst zu tun habe, bzw. deren Konzept.
Er wollte mir gerade damit drohen, dass ich Repressalien zu befürchten habe, als ich anmerkte, dass ich den gesamten Vorgang – und auch sein Benehmen mir gegenüber – meinem Fallmanager berichten werde und dass ich von ihm schon gesagt bekommen hatte, dass ich ein solches Praktikum nicht annehmen müsse.

Ganz plötzlich meinte Herr Ebert da, ich hätte am morgigen Tag wieder um 14 Uhr ein Vorstellungsgespräch bei einer Firma Ebiz. Ich solle morgen direkt dorthin fahren.
Ich war recht erstaunt und bat darum, mir doch weitere Informationen wie die Stellenausschreibung und die Adresse zu nennen. Da meinte Herr Ebert doch glatt, das müsse ich ja alles wissen, ich hätte doch die Stelle selbst in die Datenbank eingetragen.
Ich konnte mir ein Lachen kaum verkneifen und entgegnete, er könne doch nicht ernsthaft glauben, ich würde mir die Informationen jedes Eintrags merken, schließlich hatte ich ja an die 100 Einträge vorgenommen über die Monate.
Herr Ebert zeigte sich aber lediglich bereit, mir noch einmal den Namen der Firma zu nennen, um den Rest müsse ich mich selbst kümmern.

Ich beendete daraufhin das Gespräch und verabschiedete mich von der Dame. Sie warnte mich noch, dass ich ab sofort unter Beobachtung von Detektiven stünde, die angeblich von der Arbeitsagentur auf Jeden angesetzt werden, der ein Praktikum ablehnt, um herauszufinden, ob Derjenige vielleicht nebenher schwarzarbeitet.

Als ich meinte, das beträfe mich eh nicht, lächelte sie nur.

Soviel zu meinem ersten Erlebnis mit einer „Vermittlung“. Ich hatte ja schon einiges erwartet, aber das übertraf es noch bei weitem, vor allem das Gespräch mit Herr Ebert, der noch vor einigen Wochen ein Langzeitarbeitsloser war und sich nun als gewiefter Vermittler darstellt, und das ausgerechnet bei einem Teilnehmer, der ihn kennt.

Grüße
Thomas
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Re: ppa - Wegvermittelt und aus dem Weg geräumt?

 ·  Gepostet: 27.03.2006 - 11:37 Uhr  ·  #2
ich bin auch gespannt was heute passieren soll. ist aber interessant, 8euro die stunde für nen IT-ler. das liegt sogar unter dem stundensatz eines inders!
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Ja wo sind sie denn ????

 ·  Gepostet: 27.03.2006 - 23:56 Uhr  ·  #3
Hallo Thomas.

Irgendwie tut es mir ja leid,das die Stelle nix war,aber so wie wir den H. Ebert kennen lernen durften,wundert mich gar nichts mehr.Du bist ja nicht der erste,dem er eine Stelle vermittelt hat und von dem die Arbeitgeber so enttäuscht waren.die falschen Leute vermittelt bekommen zu haben. Das wird bestimmt noch schöner!Ich bin auch demnächst dran,mich auf eine "Ebert-Stelle" zu bewerben,bin ja mal gespannt.Abgesehendavon das die Stelle auch befristet ist(zwar auf 12Mon.wow...doch so lang),wundert es mich doch auch,das den Versprechungen jetzt doch so wenig Rechnung getragen wird.Ich gebe zu,ich war auch eine der"mehr oder weniger positiv denkenden"und bin gerade aus diesem Grund eigentlich doppelt enttäuscht von der ganzen Vorgehensweise!Ich bin mir sicher ,wer mich kennt,erkennt meinen Namen,aber andererseits ist mir das dermaßen egal!!!!!das kann sich keiner vorstellen!!!!!
Ich bin inzwischen so enttäuscht von allem,auch von den großmäuligen Ankündigungen von irgendwelchen rasputins und ähnlichen Consorten,es läßt sich kaum beschreiben,wie ihr mir mal den Buckel runner rutsche könnt!!!!!!!!!! Genau dieselbe grosse Fresse wie "euer Herr M"!!!!Im Prinzip bin ich mir sicher;mich nicht mehr hier zu melden oder mich gar zu interessieren,einfach aus dem Grund,das alles großes Palaver ist,von beiden Seiten und mir jegliche Energie und Zeit zu schade ist,mich weiter mit irgendwelchen Ungereimtheiten zu beschäftigen!!!!! Ich habe aus eigenem Interesse mal in Miesbach angerufen,laut Zickenlady eine "heiße Adressse",aber die gute Frau konnte mir nix negatives sagen,komisch, war sie nicht geimpft oder was??Es geht mir langsam wirklich auf den Sack,das sich nicht nur Dozenten und"leiter" so beinflussen lassen sondern auch und gerade Teilnehmer,die (sorry) nur die Fresse aufreißen und sie im passenden moment ganz fest halten!
Ich will mal ehrlich sein,machs mit ,und halt die Klappe,nimm für dich mit was geht....und mehr kannst du von unserem Land und den "angestellten" nicht mehr erwarten,leider! Wäre ich selbstmörderisch,wäre ich schon längst in der Politik tätig.Ich wünsche allen
noch ne angenehme Nacht und geb euch noch meinen psychologischen Einschlafsatz mit:Liebevoll lasse ich den den Tag hinter mir und gleite in friedlichem(ganz wichtig) Schlaf,mit dem Wissen,das der morgige Tag für sich selbst sorgen wird!

PS:Das mit dem erkennen ist mir wirklich scheiß egal, aber ich habe gesagt bekommen,besser ist es,einen anderen namen anzunehmen:Umso enttäuschender,das Meinungs"äußerung" in Deutschland nicht wirklich erwünscht ist!!!!Und,Sorry das ich es noch mal anspreche,aber vieleicht ist H.M... ja deshalb von der schönen Schweiz zu uns gekommen. Soweit ich weiß,muß man da mehr konkretes angeben.....
PPS:Da ich so enttäuscht bin von den "ach so großen" Donnerwettern und"der tag x wird kommen" sag ich nur mal im guten:Halt die Fresse,weil,wenn ich dich erkennen würde,und nix als irgendwelcher Scheiße wie bisher gehört habe.würde mir sicher nicht nur die Faust ausrutschen!!!! Dann spielt ihr nehmlich auch mit Gefühlen von Menschen,sprich,keinen Deut besser wie die ppa!!!!
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Re: ppa - Wegvermittelt und aus dem Weg geräumt?

 ·  Gepostet: 28.03.2006 - 08:41 Uhr  ·  #4
Harte Worte die das vögelchen da von sich gibt.

es ist aber wirklich erstaunlich wie der ehemalige teilnehmer und neue mitarbeiter so loslegt. ich stelle mir vor wie er bei einer firma anruft und einen IT-ler vermitteln will.
Flexibel und belastbar. mit den begriffen nehme ich es nicht so genau.
J2ME oder J2EE, wo ist da der Unterschied?

Aufgabenliste für den Mitarbeiter: Definition folgender Begriffe lernen.

- ITIL
- CRM
- BI
- DW
- ERP
- CMS
- Unterschied c zu c++ zu c#, VB zu VBA und VB.net
- Unterschied Java zu Javascript
- Cold Fusion
- Flash
- Actionscript
- Lotus/Domino
- SAP
- Basel II
- Risk-Management
- Citrix Metaframe
- Unix, Linux, XP, NT, 2000
- PLM
- SQL
- DB2
- MS-SQL
- Lifecycle Management
- Oracle 9i
- XML
- xhtml
- CSS
- Baan, JDEdwards, Peoplesoft, Brain, Navision
- ...

Alles böhmische dörfer für mich, aber ich muss ja niemanden vermitteln. muahaaaa

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Re: ppa - Wegvermittelt und aus dem Weg geräumt?

 ·  Gepostet: 04.04.2006 - 12:16 Uhr  ·  #5
Hi ja das vom thomas kann ich bestädigen!
Gruß Waldemar :P
 
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